Nach Temperaturbeständigkeit
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Liste der Produkte
1Bestimmen Sie die Betriebstemperatur, nicht die Raumtemperatur
Das ist der häufigste Auslegungsfehler. Maßgeblich ist die Temperatur, die der Magnet an seinem Einbauort im Dauerbetrieb erreicht, und die liegt oft weit über der Umgebungstemperatur.
- Elektromotoren und Generatoren: Wicklungsverluste und Wirbelströme erwärmen den Rotor erheblich.
- Maschinen und Vorrichtungen: Reibung, Antriebe und angrenzende Bauteile geben Wärme ab.
- Fahrzeuge und Außenanwendungen: Ein dunkles Blech in praller Sonne erreicht deutlich mehr als die Lufttemperatur.
- Nähe zu Öfen, Trocknern, Heizungen und Lackieranlagen: auch kurze Spitzen zählen.
Messen Sie im Zweifel nach oder rechnen Sie großzügig. Eine einmalige Überhitzung genügt, um den Magneten dauerhaft zu schwächen.
2Lesen Sie den Buchstaben hinter der Güte
Bei NdFeB steht die Zahl für die Kraft und der Buchstabe für die Temperaturklasse. N35 und N52 sagen also nichts über die Wärmebeständigkeit aus, erst das angehängte Kürzel tut das.
| Klasse | Max. Arbeitstemperatur | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| N | bis 80 °C | Innenräume, Möbel, Werbetechnik, Haushalt |
| M | bis 100 °C | mäßig warme Umgebung |
| H | bis 120 °C | Maschinenbau, wärmere Werkhallen, Motoren |
| SH | bis 150 °C | Servomotoren, Generatoren, Vorrichtungen |
| UH | bis 180 °C | thermisch hoch belastete Antriebe |
| EH | bis 200 °C | Hochtemperaturanwendungen |
Die Werte sind Richtwerte. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern, denn sie hängt zusätzlich von der Bauform des Magneten ab.
3Beachten Sie den Zielkonflikt zwischen Kraft und Wärme
Höhere Temperaturbeständigkeit erkaufen Sie sich mit weniger Kraft. Innerhalb derselben Baugröße liefern die hitzebeständigen Klassen SH, UH und EH eine niedrigere Haftkraft als die Standardklasse N, weil das Material anders zusammengesetzt ist.
Planen Sie das ein: Wenn Sie von N auf SH wechseln, brauchen Sie bei gleicher Anforderung an die Haltekraft in der Regel einen etwas größeren Magneten. Umgekehrt gilt: Die stärkste verfügbare Güte N52 gehört zu den Klassen mit der geringsten Wärmereserve, ein N52-Magnet ist also für warme Umgebungen die schlechteste Wahl.
4Unterscheiden Sie vorübergehenden von dauerhaftem Kraftverlust
Ein Magnet verhält sich bei Wärme in zwei Stufen:
- Unterhalb der maximalen Arbeitstemperatur: Die Kraft sinkt mit steigender Temperatur leicht ab und kehrt beim Abkühlen vollständig zurück. Das ist normal und unkritisch.
- Oberhalb der maximalen Arbeitstemperatur: Ein Teil der Magnetisierung geht unwiderruflich verloren. Nach dem Abkühlen bleibt der Magnet dauerhaft schwächer, ohne dass man ihm das ansieht.
Ein einmal überhitzter Magnet lässt sich nicht mehr regenerieren. Deshalb ist es sinnvoll, eine Klasse über der erwarteten Betriebstemperatur zu wählen statt exakt auf die Grenze auszulegen.
5Prüfen Sie, ob die Befestigung die Temperatur mitmacht
Oft ist nicht der Magnet das schwächste Glied, sondern die Montage. Selbstklebende Ausführungen mit Acrylatklebeband verlieren schon deutlich unterhalb von 80 °C an Festigkeit und kriechen unter Dauerlast, ebenso viele Sekundenkleber.
Für warme Umgebungen gilt deshalb: verschrauben, in eine gefräste Tasche einlassen oder mit temperaturbeständigem Zweikomponenten-Epoxidkleber arbeiten. Prüfen Sie außerdem die Beschichtung, denn auch Epoxid- und Gummiausführungen haben eigene Temperaturgrenzen, die unter der des Magnetmaterials liegen können.
6Wechseln Sie bei über 200 °C das Material
NdFeB stößt oberhalb von rund 200 °C an seine Grenze. Für Anwendungen darüber führen wir Produkte im Bereich 201 bis 350 °C, in dem üblicherweise Samarium-Cobalt-Magnete eingesetzt werden. Sie halten deutlich höhere Temperaturen aus und sind zudem korrosionsbeständiger, liefern bei gleicher Baugröße aber weniger Kraft und sind teurer.
Für sehr hohe Temperaturen bei geringem Kraftbedarf kommen AlNiCo-Magnete infrage. Welche Lösung passt, hängt von Temperatur, benötigter Kraft und Bauraum zusammen ab. Bei technisch anspruchsvollen Anwendungen beraten wir Sie gern.
Tipp: Erwarten Sie kurze Temperaturspitzen, etwa beim Lackieren, Trocknen oder Schweißen in der Nähe, legen Sie nach der Spitze aus und nicht nach dem Mittelwert. Die Entmagnetisierung richtet sich nach der höchsten erreichten Temperatur, nicht nach der Dauer.
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- Temperaturbeständige Magnete
- Samarium-Cobalt-Magnete
- AlNiCo Magnete
- Auswahl nach Haftkraft
Häufige Fragen zur Temperaturbeständigkeit von Neodym-Magneten
Die Standardklasse N arbeitet zuverlässig bis etwa 80 °C. Darüber gibt es M bis 100 °C, H bis 120 °C, SH bis 150 °C, UH bis 180 °C und EH bis 200 °C. Die Zahl der Güte, also N35 bis N52, sagt dabei nichts über die Wärmebeständigkeit aus, sondern nur der angehängte Buchstabe. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur finden Sie bei jedem Produkt in den Parametern, denn sie hängt zusätzlich von der Bauform ab.
Unterhalb der maximalen Arbeitstemperatur sinkt die Kraft mit steigender Wärme leicht ab und kehrt beim Abkühlen vollständig zurück. Oberhalb dieser Grenze geht ein Teil der Magnetisierung unwiderruflich verloren: Der Magnet bleibt nach dem Abkühlen dauerhaft schwächer, obwohl man ihm nichts ansieht. Regenerieren lässt er sich nicht. Wählen Sie deshalb lieber eine Klasse über der erwarteten Betriebstemperatur.
Weil Kraft und Wärmebeständigkeit bei NdFeB gegenläufig sind. Die Zusammensetzung, die bei gleicher Baugröße die höchste Haftkraft liefert, verträgt am wenigsten Wärme. Umgekehrt liefern die hitzebeständigen Klassen SH, UH und EH bei gleicher Größe weniger Kraft. Wenn Sie von N auf SH wechseln, brauchen Sie deshalb bei gleicher Anforderung an die Haltekraft in der Regel einen etwas größeren Magneten.
Richten Sie sich nach der Temperatur am Rotor im Dauerbetrieb, nicht nach der Umgebungstemperatur. Wicklungsverluste, Wirbelströme und Reibung erwärmen den Rotor erheblich, weshalb die Standardklasse N mit 80 °C hier meist zu knapp ist. Für Motoren im Dauerbetrieb ist H mit 120 °C üblich, für Servomotoren, Generatoren und Industrieantriebe SH mit 150 °C. Messen Sie im Zweifel nach oder legen Sie großzügig aus.
Dort stößt NdFeB an seine Grenze. Für den Bereich 201 bis 350 °C kommen üblicherweise Samarium-Cobalt-Magnete zum Einsatz: Sie halten deutlich höhere Temperaturen aus und sind zusätzlich korrosionsbeständiger, liefern bei gleicher Baugröße aber weniger Kraft und kosten mehr. Für sehr hohe Temperaturen bei geringem Kraftbedarf kommen AlNiCo-Magnete infrage. Welche Lösung passt, hängt von Temperatur, Kraftbedarf und Bauraum zusammen ab.
Häufig nicht, und das wird oft übersehen. Selbstklebende Ausführungen mit Acrylatklebeband verlieren schon deutlich unterhalb von 80 °C an Festigkeit und kriechen unter Dauerlast, ähnlich verhalten sich viele Sekundenkleber. In warmen Umgebungen sollten Sie deshalb verschrauben, den Magneten in eine gefräste Tasche einlassen oder temperaturbeständigen Zweikomponenten-Epoxidkleber verwenden. Prüfen Sie zusätzlich die Grenzen der Beschichtung, denn Epoxid- und Gummiausführungen können unter der Grenze des Magnetmaterials liegen.
Hier wählen Sie Neodym-Magnete direkt nach der maximalen Arbeitstemperatur, von den üblichen 80 °C bis in den Bereich 201 bis 350 °C, quer durch alle Formen und Bauarten. Wir geben die Temperaturgrenze bei jedem Produkt an und erklären auch, was sie bedeutet: unterhalb davon ist der Kraftverlust vorübergehend, oberhalb davon dauerhaft. Wer die Klasse nach der tatsächlichen Betriebstemperatur wählt statt nach der Raumtemperatur, vermeidet den häufigsten Fehler bei Motoren, Vorrichtungen und Anwendungen in warmer Umgebung. Hinter dem Shop steht ein Unternehmen, das industrielle Magnetsysteme selbst entwickelt und fertigt und thermisch belastete Anwendungen aus der Praxis kennt.




