Ferrit magnete
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1Klären Sie zuerst: Ferrit oder Neodym
Beide Materialien lösen unterschiedliche Aufgaben. Ferrit ist ein keramischer Hartferrit, deutlich schwächer als NdFeB, dafür günstiger, korrosionsbeständig und wärmefester.
| Kriterium | Ferrit | Neodym |
|---|---|---|
| Haftkraft bei gleicher Größe | deutlich geringer | hoch |
| Preis | günstig | teurer |
| Korrosion | rostet nicht, keine Beschichtung nötig | Beschichtung erforderlich |
| Wärme | hohe Beständigkeit | begrenzt, je nach Klasse |
| Bauraum | braucht mehr Volumen | kompakt |
Kurz gesagt: Haben Sie Platz und wollen sparen, nehmen Sie Ferrit. Ist der Bauraum eng oder brauchen Sie viel Kraft auf kleiner Fläche, führt kein Weg an Neodym vorbei.
2Nutzen Sie den Vorteil im Freien und im Nassen
Ferrit ist ein Keramikwerkstoff und rostet nicht. Er braucht deshalb keine Ni-Cu-Ni-Beschichtung, die bei Neodym die Schwachstelle ist: Wo dort eine abgeplatzte Kante zum Korrosionsherd wird, passiert beim Ferritmagneten nichts.
Das macht ihn zur naheliegenden Wahl für Außenanwendungen, feuchte Umgebungen, Werkstätten und den Kontakt mit Wasser oder vielen Chemikalien. Die raue, dunkelgraue Oberfläche ist materialtypisch und kein Mangel. Beachten Sie nur, dass Ferrit auf hellen Untergründen abfärben kann.
3Legen Sie die Haftkraft großzügig aus
Die angegebene Haftkraft gilt für den senkrechten Abzug von einer ebenen, sauberen Stahlplatte, deren Dicke mindestens der Höhe des Magneten entspricht, ohne Luftspalt und ohne Lackschicht.
Bei Ferrit fällt die Kraft über einen Luftspalt schneller ab als bei Neodym, weil das Feld schwächer ist. Lackschichten, dünnes Blech und Rost wirken sich also relativ stärker aus. Rechnen Sie mit einer Haftkraft, die 2- bis 3-mal höher liegt als die zu haltende Masse, bei seitlicher Belastung eher mit dem Vierfachen, weil dann nur die Reibung wirkt. Brauchen Sie mehr Kraft, vergrößern Sie die Fläche: Bei Ferrit ist das dank des niedrigen Preises oft die wirtschaftlichere Lösung als der Wechsel des Materials.
4Prüfen Sie die Temperatur in beide Richtungen
Nach oben ist Ferrit unkritisch und übertrifft Standard-Neodym deutlich. Er behält seine Eigenschaften auch dort, wo NdFeB der Klasse N mit rund 80 °C längst am Ende ist. Die genaue maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern.
Der Sonderfall liegt bei Ferrit nach unten: Anders als bei den meisten Werkstoffen sinkt in starker Kälte die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung. Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt, etwa in Kühlhäusern oder im Freien im Winter, kann ein Ferritmagnet deshalb bleibend an Kraft verlieren. Für solche Anwendungen sprechen Sie uns an oder weichen auf Neodym aus.
5Montieren Sie sprödes Material spannungsfrei
Ferrit ist noch spröder als Neodym und bricht bereits bei mäßigem Schlag oder Biegen. Berücksichtigen Sie das bei der Befestigung:
- Kleben auf einer entfetteten, ebenen Fläche ist die schonendste Methode, ideal mit Zweikomponenten-Epoxidkleber.
- Verschrauben nur bei Ausführungen mit Loch und mit Unterlegscheibe, niemals fest anziehen.
- Einlassen in eine Tasche oder ein Gehäuse schützt die Kanten und verteilt die Kräfte.
- Nicht bohren, sägen oder schleifen. Das Material zerbricht, außerdem entsteht feiner Staub.
Lassen Sie zwei Ferritmagnete nie frei zusammenschnappen, sie schlagen dabei die Ecken ab.
6Wählen Sie die Form nach der Anwendung
Auch bei Ferrit entscheidet die Bauform über die Montage:
- Zylinder für punktuelles Halten und zum Einlassen in Bohrungen.
- Quader für ebene Flächen, Lautsprecher, Vorrichtungen und Werbetechnik.
- Ring zum Aufschieben auf eine Welle oder zum Verschrauben durch die Mitte.
Bei Quadern achten Sie zusätzlich auf die Magnetisierungsrichtung: senkrecht zur Fläche bedeutet Pole auf den großen Flächen, in Längsrichtung bedeutet Pole an den Stirnseiten. Zwei Magnete gleicher Abmessung verhalten sich dadurch völlig unterschiedlich.
Tipp: Ferrit ist die klassische Wahl für Magnetbesen, Hebe- und Sortieranwendungen im Freien und für alles, wo viele Magnete gebraucht werden. Bei größeren Stückzahlen fragen Sie nach einem Mengenpreis, der Preisvorteil gegenüber Neodym wächst mit der Menge.
Verwandte Kategorien zur Kategorie Ferritmagnete
- Ferrit-Zylindermagnete
- Ferrit-Quadermagnete senkrecht zur Fläche
- Ferrit-Quadermagnete längs magnetisiert
- Ferrit-Ringmagnete
- Auswahl nach Haftkraft
- Auswahl nach Temperaturbeständigkeit
- Haftkraft bis 0,3 kg
- Haftkraft 0,3 bis 1 kg
- Haftkraft 1 bis 2 kg
- Haftkraft 2 bis 5 kg
- Haftkraft 5 bis 15 kg
- Haftkraft 15 bis 50 kg
- Temperaturbeständigkeit 151 bis 200 °C
- Temperaturbeständigkeit 201 bis 350 °C
- Zylinder nach Durchmesser A
- Zylinder nach Höhe B
- Quader nach Länge A
- Ringe nach Innendurchmesser B
- Billige Magnete
- Neodym-Magnete
Häufige Fragen zu Ferritmagneten
Ferrit ist ein keramischer Hartferrit, Neodym eine Legierung aus Neodym, Eisen und Bor. Bei gleicher Baugröße hält Ferrit deutlich weniger, ist dafür wesentlich günstiger, rostet nicht und verträgt mehr Wärme. Neodym punktet mit hoher Kraft auf kleinem Raum, braucht aber eine Schutzbeschichtung und ist in der Standardklasse N nur bis etwa 80 °C einsetzbar. Haben Sie Platz, ist Ferrit die wirtschaftlichere Wahl, bei engem Bauraum führt kein Weg an Neodym vorbei.
Nein. Ferrit ist ein Keramikwerkstoff und korrodiert nicht, deshalb braucht er auch keine Beschichtung. Genau das ist sein großer Vorteil gegenüber Neodym, bei dem eine abgeplatzte Kante der Ni-Cu-Ni-Schicht zum Korrosionsherd wird. Ferritmagnete eignen sich damit für den Außenbereich, für feuchte Umgebungen und für den Kontakt mit Wasser. Beachten Sie nur, dass die raue Oberfläche auf hellen Untergründen abfärben kann.
Deutlich mehr als ein Standard-Neodym-Magnet der Klasse N, der bei rund 80 °C an seine Grenze kommt. In unserem Sortiment finden Sie Ferritmagnete in den Bereichen 151 bis 200 °C und 201 bis 350 °C. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern, denn sie hängt auch von der Bauform ab. Wird diese Grenze überschritten, verliert der Magnet dauerhaft an Kraft.
Hier liegt eine Besonderheit dieses Werkstoffs. Anders als bei den meisten Materialien nimmt bei Ferrit in starker Kälte die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung ab. Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt, etwa in Kühlhäusern oder im Winter im Freien, kann der Magnet deshalb bleibend an Kraft verlieren. Für solche Anwendungen ist Neodym die sicherere Wahl, oder Sie sprechen uns vor der Auswahl an.
Nein. Ferrit ist keramisch und noch spröder als Neodym, beim Bohren, Sägen oder Schleifen zerbricht das Material, und es entsteht feiner Staub. Brauchen Sie eine Schraubverbindung, wählen Sie direkt eine Ausführung mit Loch oder einen Ringmagneten. Brauchen Sie eine andere Abmessung, wählen Sie die passende Größe aus dem Sortiment oder fragen Sie uns nach einer Lösung.
Überall dort, wo Platz vorhanden ist und viele Magnete gebraucht werden: in Lautsprechern, in Magnetbesen zum Aufsammeln von Metallteilen, in Sortier- und Hebeanwendungen, in Vorrichtungen im Freien, in der Werbetechnik und im Modellbau. Auch als einfacher Halter an Werkbank, Tor oder Blech ist Ferrit die günstige Standardlösung. Bei größeren Stückzahlen bieten wir Mengenpreise an, wodurch der Preisvorteil gegenüber Neodym weiter wächst.
In dieser Kategorie finden Sie Ferritmagnete als Zylinder, Quader und Ringe mit Haftkräften von unter 0,3 kg bis 50 kg und Temperaturbeständigkeit bis in den Bereich 201 bis 350 °C. Ferrit ist der günstige, korrosionsbeständige Werkstoff für alle Anwendungen mit ausreichend Bauraum: für den Außeneinsatz, für feuchte Umgebungen und überall dort, wo viele Magnete gebraucht werden. Bei jedem Produkt geben wir Abmessungen, Magnetisierungsrichtung, Haftkraft und maximale Arbeitstemperatur an, damit Sie zwischen Ferrit und Neodym sachlich entscheiden können und nicht nur nach dem Preis. Bei größeren Abnahmemengen bieten wir Mengenpreise und individuelle Angebote.
Ferritmagnete sind weit verbreitete Magnete, die als klassische schwarze Permanentmagnete bekannt sind. Sie werden aus keramischen Oxiden (Ferriten) hergestellt. Aufgrund ihrer hohen Härte muss zur Bearbeitung Diamantwerkzeug eingesetzt werden. Man unterscheidet zwischen isotropen (schwächeren) und anisotropen (stärkeren) Magneten. Zu den Vorteilen von Ferritmagneten zählen der günstige Preis, das geringe Gewicht, eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit sowie eine gute Temperaturbeständigkeit. Als Nachteil kann ihre Sprödigkeit sowie Empfindlichkeit gegenüber Stößen und Biegung gelten.

Ferritmagnete finden Anwendung in der Industrie, im Büro und im Haushalt. Einige werden auch bei der Herstellung von Spielzeug verwendet. Unter Ferritmagneten kann man sich die klassischen schwarzen Kühlschrankmagnete vorstellen, die man häufig zu Hause hat. In unserem Sortiment finden Sie preiswerte Ferritmagnete, verschiedene Arten von Tafelmagnets, farbige Büromagnete sowie Magnete in unterschiedlichen Formen – zylindrisch, quaderförmig oder ringförmig.




