Temperaturbeständige Magnete
Benötigen Sie Magnete, die extremen Bedingungen standhalten? In dieser Kategorie finden Sie temperaturbeständige Magnete, die auch bei hohen Temperaturen problemlos funktionieren. Wir bieten Magnete mit einer Beständigkeit von bis zu 300 °C an – ideal für den industriellen Einsatz, Öfen, Motoren oder andere Anwendungen mit hohen Anforderungen an die thermische Stabilität.
Produktsortierung
Liste der Produkte
Der Preis berücksichtigt die begrenzte Verfügbarkeit dieses spezifischen Magnettyps sowie den aktuellen Lagerbestand.
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1Bestimmen Sie die Betriebstemperatur, nicht die Raumtemperatur
Das ist der häufigste Auslegungsfehler und der Grund für die meisten Reklamationen. Maßgeblich ist die Temperatur, die der Magnet an seinem Einbauort im Dauerbetrieb erreicht, und die liegt oft weit über der Umgebungstemperatur:
- Elektromotoren und Generatoren: Wicklungsverluste und Wirbelströme erwärmen den Rotor erheblich.
- Öfen, Trockner, Lackieranlagen: auch kurze Durchläufe zählen.
- Maschinen und Vorrichtungen: Reibung und angrenzende Bauteile geben Wärme ab.
- Außenanwendungen: ein dunkles Blech in praller Sonne erreicht deutlich mehr als die Lufttemperatur.
Messen Sie im Zweifel nach. Erwarten Sie Spitzen, richten Sie sich nach dem höchsten Wert und nicht nach dem Mittelwert, denn die Entmagnetisierung richtet sich nach der höchsten erreichten Temperatur.
2Verstehen Sie, was bei Überhitzung passiert
Ein Magnet verhält sich bei Wärme in zwei Stufen:
- Unterhalb der maximalen Arbeitstemperatur: Die Kraft sinkt mit steigender Temperatur leicht ab und kehrt beim Abkühlen vollständig zurück. Das ist normal und unkritisch.
- Oberhalb der maximalen Arbeitstemperatur: Ein Teil der Magnetisierung geht unwiderruflich verloren. Nach dem Abkühlen bleibt der Magnet dauerhaft schwächer, ohne dass man ihm das ansieht.
Ein einmal überhitzter Magnet lässt sich nicht regenerieren. Wählen Sie deshalb eine Stufe über der erwarteten Betriebstemperatur, statt exakt auf die Grenze auszulegen.
3Wählen Sie den Werkstoff nach Temperatur und Kraftbedarf
Bei Neodym steht die Zahl für die Kraft und der Buchstabe für die Temperaturklasse. N35 und N52 sagen also nichts über die Wärmebeständigkeit aus.
| Werkstoff / Klasse | Max. Arbeitstemperatur | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| Neodym N | bis 80 °C | Innenräume, Möbel, Haushalt |
| Neodym M | bis 100 °C | mäßig warme Umgebung |
| Neodym H | bis 120 °C | Maschinenbau, Motoren im Dauerbetrieb |
| Neodym SH | bis 150 °C | Servomotoren, Generatoren, Vorrichtungen |
| Neodym UH | bis 180 °C | thermisch hoch belastete Antriebe |
| Neodym EH | bis 200 °C | Hochtemperaturanwendungen mit hoher Kraft |
| Ferrit | hoch, bis in den Bereich 201 bis 350 °C | viel Wärme, mäßige Kraft, Platz vorhanden |
| Samarium-Cobalt | am höchsten | Hitze plus hohe Kraft, Sensorik, Kupplungen |
| AlNiCo | sehr hoch | sehr hohe Wärme bei geringem Kraftbedarf |
Die Werte sind Richtwerte. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern, denn sie hängt zusätzlich von der Bauform ab.
4Beachten Sie den Zielkonflikt zwischen Kraft und Wärme
Innerhalb von Neodym erkaufen Sie sich höhere Temperaturbeständigkeit mit weniger Kraft: Die Klassen SH, UH und EH liefern bei gleicher Baugröße eine niedrigere Haftkraft als die Standardklasse N. Wechseln Sie also von N auf SH, brauchen Sie bei gleicher Anforderung meist einen etwas größeren Magneten.
Umgekehrt gilt: Die stärkste Güte N52 gehört zu den Klassen mit der geringsten Wärmereserve. Ein N52-Magnet ist für warme Umgebungen die schlechteste Wahl, auch wenn er auf dem Papier am meisten hält.
5Prüfen Sie, ob die Befestigung die Temperatur mitmacht
Häufig ist nicht der Magnet das schwächste Glied, sondern die Montage. Selbstklebende Ausführungen mit Acrylatklebeband verlieren schon deutlich unter 80 °C an Festigkeit und kriechen unter Dauerlast, ähnlich verhalten sich viele Sekundenkleber. Ein Magnet für 300 °C nützt wenig, wenn sich das Klebeband bei 60 °C löst.
Für warme Umgebungen gilt deshalb: verschrauben, in eine gefräste Tasche einlassen oder mit temperaturbeständigem Zweikomponenten-Epoxidkleber arbeiten. Prüfen Sie die Temperaturangabe des Klebstoffs immer gesondert und beachten Sie, dass auch Epoxid- und Gummibeschichtungen eigene Grenzen haben, die unter der des Magnetmaterials liegen können.
6Denken Sie auch an die Kälte
Temperatur bedeutet nicht nur Hitze. Bei Ferrit sinkt in starker Kälte die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung, anders als bei den meisten Werkstoffen. Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt, etwa in Kühlhäusern, Tiefkühllagern oder im Winter im Freien, kann ein Ferritmagnet deshalb bleibend an Kraft verlieren.
Für solche Anwendungen ist Neodym die sicherere Wahl. Muss eine Anwendung sowohl Frost als auch Hitze abdecken, sprechen Sie uns vor der Auswahl an.
Tipp: Wenn Ihnen bei gegebener Temperatur die Kraft nicht reicht, prüfen Sie zuerst den Luftspalt. Eine Lackschicht abzuschleifen oder ein dickeres Gegenblech einzusetzen bringt oft mehr als der Wechsel auf einen teureren Werkstoff.
Verwandte Kategorien zur Kategorie Temperaturbeständige Magnete
- Neodym nach Temperaturbeständigkeit
- Ferrit nach Temperaturbeständigkeit
- Samarium-Cobalt-Magnete
- AlNiCo Magnete
- Neodym 81 bis 120 °C
- Neodym 121 bis 150 °C
- Neodym 151 bis 200 °C
- Neodym 201 bis 350 °C
- Ferrit 151 bis 200 °C
- Ferrit 201 bis 350 °C
- Neodym-Quader nach Temperaturbeständigkeit
- Neodym-Zylinder nach Temperaturbeständigkeit
- Segmentmagnete nach Temperaturbeständigkeit
- Sonderformen nach Temperaturbeständigkeit
- SmCo Zylindermagnete
- SmCo Quadermagnete
- SmCo Ringmagnete
- Neodym-Magnete
- Ferritmagnete
- Auswahl nach Haftkraft
Häufige Fragen zu temperaturbeständigen Magneten
Unter den gängigen Werkstoffen ist Samarium-Cobalt am wärmebeständigsten, gefolgt von Ferrit und AlNiCo. Neodym ist der empfindlichste: Die Standardklasse N endet bei rund 80 °C, selbst die hitzebeständigste Klasse EH bei etwa 200 °C. Welcher Werkstoff für Sie passt, hängt aber nicht nur von der Temperatur ab, sondern auch vom Kraftbedarf und vom verfügbaren Bauraum.
Sie bezeichnen bei Neodym die Temperaturklasse. N steht für rund 80 °C, M für 100 °C, H für 120 °C, SH für 150 °C, UH für 180 °C und EH für 200 °C. Die Zahl davor, also N35 bis N52, beschreibt dagegen die Kraft und sagt nichts über die Wärmebeständigkeit aus. Ein N52-Magnet ist stark, gehört aber zu den Ausführungen mit der geringsten Wärmereserve.
Unterhalb der maximalen Arbeitstemperatur sinkt die Kraft mit steigender Wärme leicht ab und kehrt beim Abkühlen vollständig zurück. Oberhalb dieser Grenze geht ein Teil der Magnetisierung unwiderruflich verloren: Der Magnet bleibt nach dem Abkühlen dauerhaft schwächer, obwohl man ihm nichts ansieht. Regenerieren lässt er sich nicht. Wählen Sie deshalb eine Stufe über der erwarteten Betriebstemperatur.
Ist Bauraum vorhanden und wird keine extreme Haftkraft gebraucht, ist Ferrit die deutlich günstigere Lösung; hier holen Sie sich Kraft über die Baugröße statt über den Werkstoff. Brauchen Sie viel Kraft auf kleiner Fläche, führt kein Weg an Neodym der Klassen SH bis EH vorbei. Über 200 °C bei gleichzeitig hoher Kraft kommen Samarium-Cobalt-Magnete infrage, bei sehr hoher Wärme mit geringem Kraftbedarf AlNiCo.
Richten Sie sich nach der Temperatur am Rotor im Dauerbetrieb, nicht nach der Umgebungstemperatur. Wicklungsverluste, Wirbelströme und Reibung erwärmen den Rotor erheblich, weshalb die Standardklasse N mit 80 °C hier meist zu knapp ist. Für Motoren im Dauerbetrieb ist H mit 120 °C üblich, für Servomotoren, Generatoren und Industrieantriebe SH mit 150 °C. Legen Sie mit Reserve aus, denn eine Überhitzung wirkt dauerhaft.
Nicht automatisch. Bei Ferrit sinkt in starker Kälte die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung, anders als bei den meisten Werkstoffen. Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt, etwa in Kühlhäusern oder im Winter im Freien, kann ein Ferritmagnet deshalb bleibend an Kraft verlieren. Für solche Anwendungen ist Neodym die sicherere Wahl. Muss eine Anwendung sowohl Frost als auch Hitze abdecken, sprechen Sie uns vor der Auswahl an.
In dieser Kategorie finden Sie Magnete für warme und heiße Umgebungen, quer durch alle Werkstoffe: Neodym der Klassen M bis EH, Ferrit, Samarium-Cobalt und AlNiCo. Damit decken wir den Bereich von 100 °C bis in die Größenordnung 350 °C ab. Bei jedem Produkt geben wir die maximale Arbeitstemperatur an und erklären, was sie bedeutet: unterhalb davon ist der Kraftverlust vorübergehend, oberhalb davon dauerhaft. Weil höhere Wärmebeständigkeit bei gleicher Baugröße meist weniger Kraft bedeutet, hilft es, Temperatur, Kraftbedarf und Bauraum zusammen zu betrachten. Hinter dem Shop steht ein Unternehmen, das industrielle Magnetsysteme selbst entwickelt und thermisch belastete Anwendungen aus der Praxis kennt.




