Ferrit-Ringmagnete - magnetisiert parallel zur Achse
Ferritmagnete in Ringform mit einer zur Achse parallelen Magnetisierung stellen eine leistungsstarke und kostengünstige Lösung für konstruktive Anwendungen dar, bei denen der Magnet um eine Welle, einen Dorn oder eine Bohrung angebracht wird und das Magnetfeld entlang der Achse ausgerichtet ist. Dadurch entsteht auch bei dünnen Wandungen oder bei der Montage in einer Bohrung eine starke und stabile Haftung. In unserem Sortiment finden Sie Ringmagnete in verschiedenen Außen- und Innendurchmessern, Höhen und Qualitäten (z. B. Y30, Y35) mit einer Betriebstemperatur von üblicherweise bis zu +250 °C.
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Durchmesserbereich A (mm)
Höhenbereich C (mm)
Innendurchmesserbereich B (mm)
Liste der Produkte
Steuerelemente der Liste
1Verstehen Sie die Magnetisierung parallel zur Achse
Alle Magnete in dieser Kategorie sind parallel zur Achse magnetisiert. Nord- und Südpol liegen also auf den beiden ringförmigen Stirnflächen, die Magnetisierung verläuft durch die Höhe C. Der Ring zieht in Richtung seiner Achse und hält mit voller Kraft, wenn er flach mit der Stirnfläche auf Stahl aufliegt.
Um die eigene Achse ist er frei drehbar, ohne dass sich die Wirkung ändert. Das vereinfacht die Montage: Beim Aufschieben auf eine Welle oder beim Verschrauben durch die Mitte zählt nur die richtige Polseite, nicht die Verdrehung.
2Wählen Sie den Innendurchmesser B nach Welle oder Schraube
Der Innendurchmesser B entscheidet, was durchpasst. Rechnen Sie Spiel ein, denn Ferrit wird gesintert und hat gröbere Maßtoleranzen als Neodym:
- B 6 bis 10 mm für Schrauben M5 und M6 sowie dünne Wellen.
- B 10 bis 15 mm für M8 und M10, für Rohre und Wellendurchführungen.
- B ab 30 mm für große Durchführungen, Kabel und Montage über umfangreichere Bauteile.
Wichtig: Das Loch ist zylindrisch und nicht angesenkt. Eine Senkkopfschraube trägt deshalb auf und erzeugt genau den Luftspalt, der die Haftkraft kostet. Verwenden Sie eine Unterlegscheibe, die den Kopf flächig abstützt, oder legen Sie die Konstruktion so aus, dass der Schraubenkopf nicht zwischen Magnet und Gegenfläche liegt.
3Beachten Sie: Loch und Material senken die Kraft doppelt
Zwei Faktoren wirken hier zusammen. Erstens hält Ferrit bei gleicher Baugröße deutlich weniger als Neodym. Zweitens fehlt beim Ring Material in der Mitte, also genau dort, wo das Feld am dichtesten wäre, und je größer der Innendurchmesser im Verhältnis zum Außendurchmesser, desto stärker fällt die Kraft ab.
Wählen Sie den Innendurchmesser deshalb nur so groß wie nötig und vergleichen Sie nie über den Außendurchmesser, sondern immer über die bei jedem Produkt angegebene Haftkraft. Brauchen Sie mehr Kraft, ist bei Ferrit die nächstgrößere Abmessung wegen des niedrigen Preises meist die wirtschaftlichere Antwort als ein Materialwechsel.
4Rechnen Sie die Haftkraft mit Reserve
Die angegebene Haftkraft gilt für den senkrechten Abzug von einer ebenen, sauberen Stahlplatte, deren Dicke mindestens der Höhe des Magneten entspricht, ohne Luftspalt und ohne Lackschicht.
Weil das Feld bei Ferrit schwächer ist, wirkt sich ein Spalt hier relativ stärker aus als bei Neodym. Rechnen Sie mit einer Haftkraft, die 2- bis 3-mal höher liegt als die zu haltende Masse, bei seitlicher Belastung eher mit dem Vierfachen, weil dann nur die Reibung wirkt. Bei verschraubten Ringen trägt die Schraube allerdings die mechanische Last, hier zählt vor allem die Haltekraft in Achsrichtung.
5Ziehen Sie die Schraube nur leicht an
Ferrit ist keramisch und noch spröder als Neodym. Ein Ring reißt unter Zugspannung schon bei mäßigem Anzugsmoment, und der Bruch geht typischerweise vom Loch aus nach außen.
- Nur so fest anziehen, dass der Ring sicher sitzt, nie mit Kraft.
- Immer eine Unterlegscheibe oder eine Kunststoffscheibe unter den Schraubenkopf legen.
- Die Auflagefläche muss plan sein, sonst verkantet der Ring und bricht.
- Bei Vibrationen mit Gewindesicherungslack arbeiten statt mit mehr Drehmoment.
Alternativ kleben Sie den Ring mit Zweikomponenten-Epoxidkleber auf, das ist bei sprödem Material die schonendste Befestigung.
6Nutzen Sie die Materialvorteile und beachten Sie die Grenzen
Ferrit korrodiert nicht und braucht keine Beschichtung, die abplatzen könnte. Das macht den Ring zur naheliegenden Wahl für Außenanwendungen, feuchte Umgebungen und Werkstätten. Auch nach oben ist die Temperatur unkritisch, Ferrit übertrifft Standard-Neodym der Klasse N mit rund 80 °C deutlich.
Zwei Punkte begrenzen den Einsatz: In starker Kälte sinkt bei Ferrit die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung, bei Dauereinsatz weit unter dem Gefrierpunkt kann der Magnet bleibend an Kraft verlieren. Und die raue, dunkelgraue Oberfläche kann auf hellen Untergründen abfärben.
Tipp: Sollen sich zwei Ringe anziehen, müssen die einander zugewandten Seiten ungleiche Pole haben. Markieren Sie die Seiten vor der Montage, im verschraubten Zustand lässt sich das nur schwer korrigieren. Oft genügt auch ein Ring gegen ein einfaches Stahlgegenstück, dann spielt die Polung keine Rolle.
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Häufige Fragen zu Ferrit-Ringmagneten
Nord- und Südpol liegen auf den beiden ringförmigen Stirnflächen, die Magnetisierung verläuft also durch die Höhe C. Der Ring zieht in Richtung seiner Achse und hält mit voller Kraft, wenn er flach auf Stahl aufliegt. Um die eigene Achse ist er frei drehbar, ohne dass sich die Wirkung ändert, was das Aufschieben auf eine Welle und das Verschrauben durch die Mitte vereinfacht.
Für Schrauben M5 und M6 sowie dünne Wellen genügt ein Innendurchmesser von 6 bis 10 mm, für M8 und M10 sowie für Rohre wählen Sie 10 bis 15 mm, für größere Durchführungen gibt es Ringe ab 30 mm. Rechnen Sie Spiel ein, denn Ferrit wird gesintert und hat gröbere Maßtoleranzen als Neodym. Beachten Sie außerdem: Das Loch ist zylindrisch und nicht angesenkt, ein Senkkopf trägt also auf.
Zwei Effekte wirken zusammen. Ferrit ist als keramischer Hartferrit von Haus aus deutlich schwächer als NdFeB, und beim Ring fehlt zusätzlich Material in der Mitte, also genau dort, wo das Feld am dichtesten wäre. Je größer der Innendurchmesser im Verhältnis zum Außendurchmesser, desto stärker fällt die Kraft ab. Wählen Sie das Loch deshalb nur so groß wie nötig und vergleichen Sie über die angegebene Haftkraft statt über den Außendurchmesser.
Nur so fest, dass der Ring sicher sitzt. Ferrit ist keramisch und reißt unter Zugspannung schon bei mäßigem Anzugsmoment, wobei der Bruch typischerweise vom Loch nach außen verläuft. Legen Sie immer eine Unterlegscheibe oder eine Kunststoffscheibe unter den Schraubenkopf, achten Sie auf eine plane Auflagefläche und sichern Sie die Schraube bei Vibrationen mit Gewindesicherungslack statt mit mehr Drehmoment. Schonender ist das Aufkleben mit Zweikomponenten-Epoxidkleber.
Ja. Ferrit ist ein Keramikwerkstoff und korrodiert nicht, er braucht keine Beschichtung, die abplatzen könnte, und verträgt zudem mehr Wärme als Standard-Neodym der Klasse N. Für Feuchtigkeit, Außeneinsatz und Werkstattbedingungen ist er damit gut geeignet. Einschränkend gilt: Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt kann Ferrit bleibend an Kraft verlieren, dort ist Neodym die sicherere Wahl.
Ja, etwa als Verschluss an Klappen oder Toren. Achten Sie auf die Polung: Die einander zugewandten Seiten müssen ungleiche Pole haben, sonst stoßen sich die Ringe ab. Markieren Sie die Seiten vor der Montage, im verschraubten Zustand lässt sich das nur schwer korrigieren. Oft genügt auch ein Ring gegen ein einfaches Stahlgegenstück, das ist günstiger und die Polung spielt dann keine Rolle.
In dieser Kategorie finden Sie Ferrit-Ringmagnete, die parallel zur Achse magnetisiert sind, also mit den Polen auf den ringförmigen Stirnflächen. Sie sind die Wahl, wenn der Magnet über eine Welle geschoben oder durch die Mitte verschraubt werden soll. Das Sortiment reicht von Außendurchmessern ab 15 mm bis 150 mm, Innendurchmessern von 6 mm bis über 30 mm und Höhen bis 25 mm. Ferrit ist dabei der günstige, nicht rostende Werkstoff für Außeneinsatz, feuchte Umgebungen und hohe Stückzahlen. Bei jedem Produkt geben wir Außendurchmesser A, Innendurchmesser B, Höhe C, Haftkraft und maximale Arbeitstemperatur an, damit Welle oder Schraube wirklich passen.




