Neodym-Ringmagnete – magnetisiert parallel zur Achse
Neodym-Magnete in Ringform mit einer zur Achse parallelen Magnetisierung stellen eine präzise und leistungsstarke Lösung für Befestigungs- und Konstruktionsanwendungen in der Industrie dar. Dank der Ringform kann der Magnet sicher um eine Welle, einen Dorn oder ein anderes zylindrisches Element angebracht werden, wobei das Magnetfeld entlang der Achse ausgerichtet ist – dies ermöglicht eine hohe Haltekraft in Längsrichtung und minimiert Verluste an der Kontaktstelle.
Produktsortierung
Marken
Abreißkraftbereich (kg)
Durchmesserbereich A (mm)
Höhenbereich C (mm)
Innendurchmesserbereich B (mm)
Liste der Produkte
Der Preis berücksichtigt die begrenzte Verfügbarkeit dieses spezifischen Magnettyps sowie den aktuellen Lagerbestand.
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1Verstehen Sie die Magnetisierung parallel zur Achse
Alle Magnete in dieser Kategorie sind parallel zur Achse magnetisiert. Nord- und Südpol liegen also auf den beiden ringförmigen Stirnflächen, die Magnetisierung verläuft durch die Höhe C. Der Ring zieht in Richtung seiner Achse und hält mit voller Kraft, wenn er flach mit der Stirnfläche auf Stahl aufliegt.
Der Ring ist dabei frei um die eigene Achse drehbar, ohne dass sich die Wirkung ändert. Brauchen Sie dagegen die Pole auf dem Außenumfang, etwa für Rotoren oder Sensoranwendungen, ist die Ausführung magnetisiert senkrecht zur Achse die richtige Wahl. Bei gleicher Abmessung verhält sie sich völlig anders.
2Wählen Sie den Innendurchmesser B nach der Schraube
Der Innendurchmesser B entscheidet, welche Schraube durchpasst. Rechnen Sie mit etwas Spiel, damit sich der Ring ohne Gewalt aufschieben lässt:
- B 3 bis 6 mm für Schrauben M3 und M4.
- B 6 bis 10 mm für Schrauben M5 und M6.
- B 10 bis 15 mm für M8 und M10 oder für Wellen und Rohre.
- B ab 20 mm für Wellendurchführungen, Kabel und Montage über größere Bauteile.
Wichtig: Das Loch ist zylindrisch, nicht angesenkt. Eine Senkkopfschraube trägt deshalb auf. Soll die Schraube bündig abschließen, wählen Sie statt des Rings einen Zylindermagneten mit Loch, dessen Bohrung für den Senkkopf vorbereitet ist.
3Beachten Sie: Das Loch kostet Haftkraft
Ein Ring hält weniger als ein massiver Zylinder mit demselben Außendurchmesser, weil in der Mitte Material fehlt, und zwar genau dort, wo das Feld am dichtesten wäre. Je größer der Innendurchmesser im Verhältnis zum Außendurchmesser, desto deutlicher fällt die Kraft ab.
Wählen Sie den Innendurchmesser deshalb nur so groß wie nötig. Brauchen Sie an einer bestimmten Stelle maximale Kraft und ist die Schraubverbindung nicht zwingend, ist ein massiver Zylinder die bessere Lösung. Vergleichen Sie nie den Außendurchmesser, sondern immer die bei jedem Produkt angegebene Haftkraft.
4Rechnen Sie die Haftkraft mit Reserve
Die angegebene Haftkraft gilt für den senkrechten Abzug von einer ebenen, sauberen Stahlplatte, deren Dicke mindestens der Höhe des Magneten entspricht, ohne Luftspalt und ohne Lackschicht. Ein Spalt von 1 mm, dünnes oder lackiertes Blech und Rost senken die Kraft spürbar.
Bei seitlicher Belastung wirkt nur die Reibung, das sind je nach Oberfläche oft nur rund 20 bis 30 Prozent des angegebenen Wertes. Rechnen Sie deshalb mit einer Haftkraft, die 2- bis 3-mal höher liegt als die zu haltende Masse. Bei verschraubten Ringen entlastet die Schraube den Magneten allerdings mechanisch, hier zählt vor allem die Haltekraft in Achsrichtung.
5Wählen Sie Güte und Temperaturbeständigkeit
Die Güte N35 bis N52 bestimmt, wie viel Kraft das Material bei gleicher Baugröße liefert. Der Buchstabe hinter der Zahl steht für die Temperaturklasse.
| Güte | Max. Arbeitstemperatur | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| N | bis 80 °C | Möbel, Innenausbau, Werbetechnik, Haushalt |
| M | bis 100 °C | mäßig warme Umgebung |
| H | bis 120 °C | Maschinenbau, wärmere Werkhallen |
| SH | bis 150 °C | Vorrichtungen, industrielle Anwendungen |
| UH | bis 180 °C | thermisch anspruchsvolle Umgebung |
| EH | bis 200 °C | Hochtemperaturanwendungen |
Die Werte sind Richtwerte, die genaue maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern. Bei dauerhaften Temperaturen über 200 °C sind Samarium-Magnete besser geeignet.
6Montieren Sie den Ring spannungsfrei
NdFeB ist hart und spröde. Ziehen Sie die Schraube deshalb nur so fest an, dass der Ring sitzt, aber nicht unter Spannung steht, sonst reißt er. Legen Sie eine Unterlegscheibe oder eine Kunststoffscheibe unter den Schraubenkopf, damit die Kraft flächig verteilt wird und die Beschichtung nicht beschädigt wird.
Achten Sie außerdem auf die Polung: Zwei Ringe, die sich anziehen sollen, müssen mit ungleichen Polen zueinander montiert werden. Markieren Sie sich die Seiten vor dem Verschrauben, im eingebauten Zustand lässt sich das nur schwer korrigieren.
Tipp: Für einen verschraubten Verschluss an Klappen oder Türen genügt in der Regel eine Haftkraft von 2 bis 5 kg. Höhere Werte machen das Öffnen unangenehm schwer und belasten die Schraubverbindung im spröden Material unnötig.
Verwandte Kategorien zur Kategorie Neodym-Ringmagnete
- Ringmagnete senkrecht zur Achse
- Zylindermagnete mit Loch
- Neodym-Zylindermagnete
- Auswahl nach Durchmesser A
- Auswahl nach Innendurchmesser B
- Auswahl nach Höhe C
- Auswahl nach Haftkraft
- Innendurchmesser B bis 3 mm
- Innendurchmesser B 3 bis 6 mm
- Innendurchmesser B 6 bis 10 mm
- Innendurchmesser B 10 bis 15 mm
- Innendurchmesser B 15 bis 20 mm
- Innendurchmesser B 20 bis 30 mm
- Durchmesser A 10 bis 15 mm
- Durchmesser A 15 bis 20 mm
- Höhe C bis 5 mm
- Haftkraft 0,3 bis 1 kg
- Haftkraft 2 bis 5 kg
- Haftkraft 5 bis 15 kg
- Haftkraft 15 bis 50 kg
Häufige Fragen zu Neodym-Ringmagneten
Nord- und Südpol liegen auf den beiden ringförmigen Stirnflächen, die Magnetisierung verläuft also durch die Höhe C. Der Ring zieht in Richtung seiner Achse und hält mit voller Kraft, wenn er flach auf Stahl aufliegt. Um die eigene Achse ist er frei drehbar, ohne dass sich die Wirkung ändert. Liegen die Pole dagegen auf dem Außenumfang, handelt es sich um die Ausführung senkrecht zur Achse, die für Rotoren und Sensoranwendungen bestimmt ist.
Für M3 und M4 genügt ein Innendurchmesser von 3 bis 6 mm, für M5 und M6 wählen Sie 6 bis 10 mm, für M8 und M10 den Bereich 10 bis 15 mm. Rechnen Sie immer etwas Spiel ein, der Ring soll sich ohne Gewalt aufschieben lassen. Beachten Sie außerdem, dass das Loch zylindrisch und nicht angesenkt ist: Ein Senkkopf trägt auf. Soll die Schraube bündig abschließen, wählen Sie einen Zylindermagneten mit Loch.
Weil in der Mitte Material fehlt, und zwar genau dort, wo das Feld am dichtesten wäre. Je größer der Innendurchmesser im Verhältnis zum Außendurchmesser, desto stärker fällt die Haftkraft ab. Wählen Sie das Loch deshalb nur so groß wie nötig. Brauchen Sie an dieser Stelle maximale Kraft und ist eine Schraubverbindung nicht zwingend, ist ein massiver Zylinder die bessere Wahl. Vergleichen Sie nie über den Außendurchmesser, sondern über die angegebene Haftkraft.
Nur so fest, dass der Ring sicher sitzt, aber nicht unter Spannung steht. NdFeB ist hart und spröde und reißt unter Zugspannung, außerdem beschädigt der Schraubenkopf die Nickelbeschichtung. Legen Sie eine Unterlegscheibe oder eine Kunststoffscheibe unter den Kopf, damit sich die Kraft flächig verteilt. Ein gerissener oder abgeplatzter Magnet korrodiert an der offenen Stelle und verliert dauerhaft an Leistung.
Ja, das ist eine der häufigsten Anwendungen. Beide Ringe werden verschraubt, die Schraube trägt die mechanische Last und der Magnet sorgt für das Schließen. Achten Sie auf die Polung: Die einander zugewandten Seiten müssen ungleiche Pole haben, sonst stoßen sich die Ringe ab. Markieren Sie die Seiten vor der Montage, im eingebauten Zustand lässt sich das nur schwer korrigieren. Alternativ genügt oft ein Ring gegen ein einfaches Stahlgegenstück.
Die angegebene Haftkraft gilt für den senkrechten Abzug von einer dicken, ebenen und sauberen Stahlplatte ohne Luftspalt. In der Praxis mindern sie ein Spalt (auch eine Lack-, Folien- oder Staubschicht), dünnes Blech, Rost sowie Edelstahl der Reihe 1.4301, der nicht oder nur schwach magnetisch ist. Bei verschraubten Ringen wirkt zusätzlich der Schraubenkopf oder eine Unterlegscheibe als Abstandshalter, wenn sie zwischen Magnet und Gegenfläche liegen.
In dieser Kategorie finden Sie Neodym-Ringmagnete, die parallel zur Achse magnetisiert sind, also mit den Polen auf den ringförmigen Stirnflächen. Sie sind die richtige Wahl, wenn der Magnet durch die Mitte verschraubt oder über eine Welle geschoben werden soll. Das Sortiment reicht von Innendurchmessern unter 3 mm bis über 30 mm und von Außendurchmessern unter 5 mm bis 150 mm, mit einer Haftkraft von Zehntel-Kilogramm bis über 50 kg. Bei jedem Magneten geben wir Außendurchmesser A, Innendurchmesser B, Höhe C, Material und dessen Güte, Haftkraft, Oberflächenbeschichtung und maximale Arbeitstemperatur an, damit die Schraube oder die Welle wirklich passt.




