Nach Temperaturbeständigkeit
Produktsortierung
Liste der Produkte
1Der Wärmevorteil ist das Hauptargument für Ferrit
Wo Standard-Neodym der Klasse N bei rund 80 °C an seine Grenze kommt, arbeitet Ferrit noch problemlos weiter. Unser Sortiment deckt hier die Bereiche 151 bis 200 °C und 201 bis 350 °C ab.
Damit ist Ferrit die naheliegende Wahl für warme Umgebungen, in denen keine extreme Haftkraft gebraucht wird: Nähe zu Öfen, Trocknern und Heizungen, Werkhallen mit hoher Prozesswärme, Lackier- und Trocknungsanlagen oder Anwendungen mit wiederkehrenden Temperaturspitzen. Der Preisvorteil gegenüber hochtemperaturfestem Neodym oder Samarium ist dabei erheblich.
2Bestimmen Sie die Betriebstemperatur, nicht die Raumtemperatur
Maßgeblich ist die Temperatur, die der Magnet an seinem Einbauort im Dauerbetrieb erreicht, und die liegt oft weit über der Umgebungstemperatur:
- Nähe zu Öfen, Trocknern und Lackieranlagen: auch kurze Spitzen zählen.
- Maschinen und Vorrichtungen: Reibung, Antriebe und angrenzende Bauteile geben Wärme ab.
- Außenanwendungen: ein dunkles Blech in praller Sonne erreicht deutlich mehr als die Lufttemperatur.
- Prozesswärme: in der Lebensmittel-, Kunststoff- und Chemieindustrie oft dauerhaft hoch.
Messen Sie im Zweifel nach und legen Sie großzügig aus. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern.
3Unterscheiden Sie vorübergehenden von dauerhaftem Kraftverlust
Ferrit verhält sich bei Wärme in zwei Stufen:
- Unterhalb der maximalen Arbeitstemperatur: Die Kraft sinkt mit steigender Temperatur leicht ab und kehrt beim Abkühlen vollständig zurück. Das ist normal und unkritisch.
- Oberhalb der maximalen Arbeitstemperatur: Ein Teil der Magnetisierung geht unwiderruflich verloren. Nach dem Abkühlen bleibt der Magnet dauerhaft schwächer, ohne dass man ihm das ansieht.
Ein einmal überhitzter Magnet lässt sich nicht regenerieren. Wählen Sie deshalb eine Stufe über der erwarteten Betriebstemperatur, statt exakt auf die Grenze auszulegen. Bei erwarteten Spitzen richten Sie sich nach dem höchsten Wert, nicht nach dem Mittelwert.
4Beachten Sie den Sonderfall Kälte
Bei Ferrit liegt die kritische Grenze nicht nur oben, sondern auch unten. Anders als bei den meisten Werkstoffen sinkt in starker Kälte die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung.
Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt, etwa in Kühlhäusern, Tiefkühllagern oder im Freien im Winter, kann ein Ferritmagnet deshalb bleibend an Kraft verlieren. Für solche Anwendungen ist Neodym die sicherere Wahl. Wer sowohl Hitze als auch Frost abdecken muss, sollte uns vor der Auswahl ansprechen.
5Prüfen Sie, ob die Befestigung die Temperatur mitmacht
Häufig ist nicht der Magnet das schwächste Glied, sondern die Montage. Selbstklebende Lösungen mit Acrylatklebeband verlieren schon deutlich unter 80 °C an Festigkeit und kriechen unter Dauerlast, ähnlich verhalten sich viele Sekundenkleber. Ein Ferritmagnet, der 300 °C aushält, nützt wenig, wenn sich das Klebeband bei 60 °C löst.
Für warme Umgebungen gilt deshalb: in eine gefräste Tasche einlassen, formschlüssig fassen oder mit temperaturbeständigem Zweikomponenten-Epoxidkleber arbeiten. Prüfen Sie die Temperaturangabe des Klebstoffs immer gesondert.
6Wählen Sie das Material nach Temperatur und Kraftbedarf zusammen
Die Entscheidung hängt immer von beidem ab:
| Anforderung | Empfehlung |
|---|---|
| viel Wärme, mäßige Kraft, Platz vorhanden | Ferrit, günstigste Lösung |
| viel Wärme, hohe Kraft, wenig Platz | Neodym der Klassen SH bis EH |
| über 200 °C mit hoher Kraft | Samarium-Cobalt |
| sehr hohe Wärme, geringe Kraft | AlNiCo |
| dauerhafter Frost | Neodym statt Ferrit |
Tipp: Ferrit ist der wirtschaftliche Kompromiss für warme Anwendungen mit Bauraum. Brauchen Sie mehr Kraft, wählen Sie die nächstgrößere Abmessung statt eines anderen Werkstoffs, das ist bei Ferrit fast immer günstiger. Bei technisch anspruchsvollen Anwendungen beraten wir Sie gern.
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Häufige Fragen zur Temperaturbeständigkeit von Ferritmagneten
Deutlich mehr als ein Standard-Neodym-Magnet der Klasse N, der bei rund 80 °C an seine Grenze kommt. In unserem Sortiment finden Sie Ferritmagnete in den Bereichen 151 bis 200 °C und 201 bis 350 °C. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern, denn sie hängt auch von der Bauform ab. Wird sie überschritten, verliert der Magnet dauerhaft an Kraft.
Unterhalb der maximalen Arbeitstemperatur sinkt die Kraft mit steigender Wärme leicht ab und kehrt beim Abkühlen vollständig zurück. Oberhalb dieser Grenze geht ein Teil der Magnetisierung unwiderruflich verloren: Der Magnet bleibt nach dem Abkühlen dauerhaft schwächer, obwohl man ihm nichts ansieht. Regenerieren lässt er sich nicht. Wählen Sie deshalb eine Stufe über der erwarteten Betriebstemperatur.
Hier liegt eine Besonderheit dieses Werkstoffs. Anders als bei den meisten Materialien nimmt bei Ferrit in starker Kälte die Widerstandsfähigkeit gegen Entmagnetisierung ab. Bei dauerhaftem Einsatz weit unter dem Gefrierpunkt, etwa in Kühlhäusern, Tiefkühllagern oder im Winter im Freien, kann der Magnet bleibend an Kraft verlieren. Für solche Anwendungen ist Neodym die sicherere Wahl.
Das hängt vom Platz und vom Kraftbedarf ab. Ist Bauraum vorhanden und wird keine extreme Haftkraft gebraucht, ist Ferrit die deutlich günstigere Lösung. Brauchen Sie viel Kraft auf kleiner Fläche, wählen Sie Neodym der Klassen SH bis EH, das je nach Klasse bis 150, 180 oder 200 °C reicht. Über 200 °C bei hoher Kraft kommen Samarium-Cobalt-Magnete infrage, bei sehr hoher Wärme mit geringem Kraftbedarf AlNiCo.
Nach der Temperatur, die der Magnet an seinem Einbauort im Dauerbetrieb erreicht, nicht nach der Raumtemperatur. Reibung, angrenzende Bauteile, Prozesswärme und Sonneneinstrahlung erhöhen sie oft erheblich. Erwarten Sie kurze Spitzen, etwa beim Lackieren oder Trocknen, richten Sie sich nach dem höchsten Wert und nicht nach dem Mittelwert, denn die Entmagnetisierung richtet sich nach der höchsten erreichten Temperatur.
Häufig nicht, und das wird oft übersehen. Ein Ferritmagnet, der 300 °C aushält, nützt wenig, wenn sich das Klebeband bei 60 °C löst. Acrylatklebebänder und viele Sekundenkleber verlieren schon deutlich unter 80 °C an Festigkeit und kriechen unter Dauerlast. In warmen Umgebungen sollten Sie den Magneten deshalb in eine gefräste Tasche einlassen, formschlüssig fassen oder temperaturbeständigen Zweikomponenten-Epoxidkleber verwenden.
Hier wählen Sie Ferritmagnete direkt nach der maximalen Arbeitstemperatur, in den Bereichen 151 bis 200 °C und 201 bis 350 °C, quer durch Zylinder, Quader und Ringe. Der Wärmevorteil ist das Hauptargument für Ferrit: Wo Standard-Neodym der Klasse N bei rund 80 °C endet, arbeitet Ferrit weiter, und das zu einem Bruchteil des Preises hitzebeständiger Alternativen. Wir geben die Temperaturgrenze bei jedem Produkt an und erklären auch, was sie bedeutet: unterhalb davon ist der Kraftverlust vorübergehend, oberhalb davon dauerhaft. Zu jedem Magneten finden Sie außerdem Abmessungen, Magnetisierungsrichtung und Haftkraft.




