SmCo Zylindermagnete – magnetisiert parallel zur Achse
Samarium-Kobalt-Magnete (SmCo) in Zylinderform mit einer zur Zylinderachse parallelen Magnetisierungsrichtung bieten eine außergewöhnliche Leistung unter anspruchsvollen Bedingungen. Dank ihrer Konstruktion und der entlang der Achse ausgerichteten Magnetisierung wird das Magnetfeld entlang der Zylinderachse geführt, was eine besonders effektive Haftung auf ferromagnetischen Unterlagen ermöglicht – insbesondere bei begrenztem Platz oder speziellen Einbausituationen. Dieser Magnettyp ist ideal für professionelle Anwendungen, bei denen eine hohe Temperaturbeständigkeit (üblicherweise bis zu 300 °C) sowie Stabilität gegenüber Entmagnetisierung auch in extremen Umgebungen gefordert sind.
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Der Preis berücksichtigt die begrenzte Verfügbarkeit dieses spezifischen Magnettyps sowie den aktuellen Lagerbestand.
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1Verstehen Sie die Magnetisierung parallel zur Achse
Alle Magnete in dieser Kategorie sind parallel zur Achse magnetisiert. Nord- und Südpol liegen also auf den beiden runden Stirnflächen, die Magnetisierung verläuft durch die Höhe B. Der Zylinder zieht in Richtung seiner Achse und erreicht die volle Haftkraft, wenn er mit der Stirnfläche flach auf Stahl aufliegt.
Um die eigene Achse ist er frei drehbar, ohne dass sich die Wirkung ändert. Das vereinfacht den Einbau in Bohrungen, Sacklöcher und runde Aufnahmen: Es zählt nur die richtige Polseite, nicht die Verdrehung.
2Prüfen Sie, ob SmCo für Ihren Fall nötig ist
Ein SmCo-Zylinder ist deutlich teurer als ein Neodym-Zylinder gleicher Abmessung und liefert dabei etwas weniger Kraft. Der Aufpreis lohnt sich nur, wenn einer dieser Gründe zutrifft:
- Hohe Temperaturen, bei denen selbst hitzebeständiges Neodym nicht mehr ausreicht.
- Feuchte oder chemisch belastete Umgebung, in der eine Beschichtung zur Schwachstelle würde.
- Hohe Feldstabilität, wenn sich die Kraft über den Temperaturbereich möglichst wenig ändern darf.
- Enger Bauraum bei Wärme, wo Ferrit zu schwach und Neodym zu temperaturempfindlich ist.
Für normale Anwendungen bei Raumtemperatur ist ein Neodym-Zylinder die stärkere und günstigere Wahl.
3Wählen Sie das Verhältnis von Durchmesser A zu Höhe B
Bei Zylindern entscheidet nicht die Größe allein, sondern das Verhältnis der beiden Maße:
- Flache Scheibe mit großem Durchmesser hält stark bei direktem Kontakt, verliert über einen Luftspalt aber schnell.
- Schlanker, hoher Zylinder erzeugt ein weiter reichendes Feld und wirkt besser durch eine Abdeckung, ein Gehäuse oder eine Wandung hindurch.
- Für Konstruktionen mit Spalt gilt als Faustregel: Höhe B mindestens so groß wie der Durchmesser A.
Gerade bei SmCo-Anwendungen sitzt der Magnet oft hinter einer Trennwand, etwa bei Magnetkupplungen oder in gekapselten Sensoraufbauten. Dort entscheidet die Höhe B über die Funktion, nicht der Durchmesser.
4Legen Sie nach der tatsächlichen Betriebstemperatur aus
SmCo behält seine Eigenschaften weit oberhalb der Grenze von Neodym. Die verbindliche maximale Arbeitstemperatur steht bei jedem Produkt in den Parametern, denn sie hängt von der Legierung und der Bauform ab.
Maßgeblich ist die Temperatur am Einbauort im Dauerbetrieb, nicht die Raumtemperatur. Reibung, Prozesswärme, angrenzende Bauteile und Sonneneinstrahlung erhöhen sie oft erheblich. Erwarten Sie Spitzen, richten Sie sich nach dem höchsten Wert, denn eine einmalige Überhitzung senkt die Kraft dauerhaft.
5Planen Sie die Bohrung und die Befestigung
Der häufigste Einbau ist das Einsetzen in eine Bohrung. Bohren Sie das Sackloch mit Übermaß gegenüber dem Nenndurchmesser, damit der Magnet ohne Gewalt hineinpasst. Ein Presssitz ist ungeeignet, weil das sehr spröde Material beim Eintreiben bricht.
Setzen Sie den Zylinder stattdessen mit temperaturbeständigem Zweikomponenten-Epoxidkleber ein, der Spalte füllt und die Wärmebelastung mitmacht. Prüfen Sie die Temperaturangabe des Klebstoffs gesondert: Ein SmCo-Magnet, der mehrere hundert Grad aushält, nützt wenig, wenn sich der Kleber bei 80 °C löst. Die Lochtiefe sollte der Höhe B entsprechen, wenn der Magnet bündig abschließen soll.
6Behandeln Sie das sehr spröde Material vorsichtig
Samarium-Cobalt ist der sprödeste der drei Werkstoffe und splittert schon bei geringerem Anlass als Neodym. Weil die Magnete zudem teuer sind, ist ein Bruch besonders ärgerlich.
- Nie frei zusammenschnappen lassen, die Kanten der Stirnflächen brechen sofort ab.
- Gestapelte Zylinder seitlich über eine Tischkante abschieben, nicht auseinanderziehen.
- Nicht bohren, sägen oder schleifen, das Material zerbricht.
- Beim Einbau nicht verkanten, die Auflagefläche muss plan sein.
Tipp: SmCo wird meist unbeschichtet geliefert, weil er von Natur aus korrosionsbeständig ist. Genau das ist sein Vorteil gegenüber Neodym: Es gibt keine Beschichtung, die abplatzen und zum Korrosionsherd werden könnte. Halten Sie Magnete außerdem fern von Kindern, von Elektronik, Zahlungskarten und Herzschrittmachern.
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- Auswahl nach Durchmesser A
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- Durchmesser A bis 5 mm
- Durchmesser A 5 bis 10 mm
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- Höhe B bis 5 mm
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- Alle Samarium-Cobalt-Magnete
- Temperaturbeständige Magnete
- Neodym-Zylindermagnete
- Neodym nach Temperaturbeständigkeit
Häufige Fragen zu SmCo Zylindermagneten
Nord- und Südpol liegen auf den beiden runden Stirnflächen, die Magnetisierung verläuft also durch die Höhe B. Der Zylinder zieht in Richtung seiner Achse und erreicht die volle Haftkraft, wenn er flach mit der Stirnfläche auf Stahl aufliegt. Um die eigene Achse ist er frei drehbar, ohne dass sich die Wirkung ändert, was den Einbau in Bohrungen und Sacklöcher vereinfacht.
Wenn Temperatur, Korrosion oder Feldstabilität den Ausschlag geben. SmCo arbeitet weit oberhalb der Grenze von Neodym, ist auch ohne Beschichtung korrosionsbeständig und behält seine Kraft über den Temperaturbereich deutlich konstanter. Bei gleicher Abmessung liefert er allerdings etwas weniger Haftkraft und kostet mehr. Für Anwendungen bei Raumtemperatur ist ein Neodym-Zylinder deshalb die stärkere und günstigere Wahl.
Das hängt vom Luftspalt ab. Bei direktem Kontakt mit Stahl hält eine flache Scheibe mit großem Durchmesser sehr gut, über eine Abdeckung hinweg verliert sie jedoch schnell an Kraft. Ein Zylinder, dessen Höhe B mindestens dem Durchmesser A entspricht, erzeugt ein weiter reichendes Feld und wirkt auch durch eine Wandung oder ein Gehäuse. Da SmCo-Magnete oft hinter Trennwänden sitzen, etwa in Kupplungen oder gekapselten Aufbauten, ist die Höhe hier meist das wichtigere Maß.
In der Regel nicht. Samarium-Cobalt ist von Natur aus sehr korrosionsbeständig und wird deshalb meist unbeschichtet geliefert. Bei Neodym ist die Ni-Cu-Ni-Schicht dagegen die Schwachstelle, denn eine abgeplatzte Kante wird zum Korrosionsherd. Für feuchte und chemisch belastete Umgebungen entfällt dieses Risiko bei SmCo vollständig, was neben der Temperatur der zweite Hauptgrund für diesen Werkstoff ist.
Bohren Sie das Sackloch mit Übermaß gegenüber dem Nenndurchmesser, damit der Magnet ohne Gewalt hineinpasst. Ein Presssitz ist ungeeignet, weil das sehr spröde Material beim Eintreiben bricht. Verwenden Sie temperaturbeständigen Zweikomponenten-Epoxidkleber und prüfen Sie dessen Temperaturangabe gesondert: Ein Magnet für mehrere hundert Grad nützt wenig, wenn sich der Kleber bei 80 °C löst. Die Lochtiefe entspricht der Höhe B für einen bündigen Abschluss.
Samarium-Cobalt ist der sprödeste der gängigen Magnetwerkstoffe und splittert bereits bei geringerem Anlass als Neodym. Meist passiert es, wenn zwei Magnete frei zusammenschnappen oder wenn beim Einbau verkantet wird. Lassen Sie Magnete nie ungebremst aufeinanderprallen, schieben Sie gestapelte Zylinder seitlich über eine Tischkante ab und achten Sie auf eine plane Auflagefläche. Ein abgesplitterter Rand mindert die Kraft nur wenig, das Bruchrisiko steigt danach aber deutlich.
In dieser Kategorie finden Sie SmCo Zylindermagnete, die parallel zur Achse magnetisiert sind, also mit den Polen auf den runden Stirnflächen. Das Sortiment umfasst Durchmesser von unter 5 mm bis 35 mm und Höhen bis 40 mm. Samarium-Cobalt ist der Werkstoff für hohe Temperaturen, aggressive Umgebungen und Anwendungen mit hoher Feldstabilität, etwa in Sensorik, Messtechnik, Magnetkupplungen und Industrieantrieben. Bei jedem Produkt geben wir Durchmesser A, Höhe B, Haftkraft und maximale Arbeitstemperatur an, damit Sie zwischen SmCo und Neodym sachlich entscheiden können und nicht unnötig den teureren Werkstoff kaufen.




